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	<title>Kommentare zu Ruben Ballutschinski</title>
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		<title>Kommentare von icke zu Sascha Lobo?</title>
		<link>http://rballutschinski.wordpress.com/2009/05/10/sascha-lobo/#comment-8</link>
		<dc:creator>icke</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 21 May 2009 12:45:14 +0000</pubDate>
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		<description>Jetzt las ich erst einmal im Tagesspiegel nach. Wäre besser, du verlinktest den betreffenden Artikel, damit deine Leser im Notfall nachlesen können. Ich mag die Art, wie du kommentierst, das wirkt immer so erfrischend. :D</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Jetzt las ich erst einmal im Tagesspiegel nach. Wäre besser, du verlinktest den betreffenden Artikel, damit deine Leser im Notfall nachlesen können. Ich mag die Art, wie du kommentierst, das wirkt immer so erfrischend. <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' /> </p>
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		<title>Kommentare von August Kotzebue zu Nebenbei erzählt</title>
		<link>http://rballutschinski.wordpress.com/about/#comment-7</link>
		<dc:creator>August Kotzebue</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 09 Aug 2008 09:03:00 +0000</pubDate>
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		<description>Na dann ist ja gut. Ich würde überaus gerne mit dir streiten, auch über Gijon - allein die Grundlage fehlt mir, da ich 1982 noch den Sandmann bevorzugte. :)</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Na dann ist ja gut. Ich würde überaus gerne mit dir streiten, auch über Gijon &#8211; allein die Grundlage fehlt mir, da ich 1982 noch den Sandmann bevorzugte. <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
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		<title>Kommentare von Matthias Borchelt zu Nebenbei erzählt</title>
		<link>http://rballutschinski.wordpress.com/about/#comment-6</link>
		<dc:creator>Matthias Borchelt</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 06 Aug 2008 22:24:37 +0000</pubDate>
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		<description>Ich wende mich immer nur dann ab, wenn die Mannschaft hässlichen Fußball spielt. Der ist häufig total unabhängig von Ergebnissen. Natürlich freue ich mich, wenn gewonnen wird, aber mehr Freude ist bei mir über ein gutes Spiel, das 3:4 verloren wird, als über Rechenschieber-Fußball, der mit 1:0 nach Hause gebracht wird. Und über die Schande von Gijon müssen wir doch nicht ernsthaft streiten, oder doch? Da darf man sich nicht nur abwenden, man muss es sogar. Die Spieler taten es ja auch und streckten uns ihren nackten Arsch entgegen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich wende mich immer nur dann ab, wenn die Mannschaft hässlichen Fußball spielt. Der ist häufig total unabhängig von Ergebnissen. Natürlich freue ich mich, wenn gewonnen wird, aber mehr Freude ist bei mir über ein gutes Spiel, das 3:4 verloren wird, als über Rechenschieber-Fußball, der mit 1:0 nach Hause gebracht wird. Und über die Schande von Gijon müssen wir doch nicht ernsthaft streiten, oder doch? Da darf man sich nicht nur abwenden, man muss es sogar. Die Spieler taten es ja auch und streckten uns ihren nackten Arsch entgegen.</p>
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		<title>Kommentare von Mattes zu Juli &#8211; Bärenmonat</title>
		<link>http://rballutschinski.wordpress.com/2008/07/01/juli-barenmonat/#comment-5</link>
		<dc:creator>Mattes</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 06 Aug 2008 10:37:05 +0000</pubDate>
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		<description>Sehr gut gelungene Kolumne, was den Aufbau und den Inhalt angeht. Ich habe das mit großer, wachsender Begeisterung gelesen. Mag ja sein, das mit dem kleinen Licht, und ein wenig ärmlich wirkt ja auch, wenn und solange es nur mein Schatten sein sollte, der sich hier erhellen und zum Werfen animieren ließe. Und doch hat es mich beeindruckt wie nur was. Das wollte ich dann wenigstens hinterlassen haben.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Sehr gut gelungene Kolumne, was den Aufbau und den Inhalt angeht. Ich habe das mit großer, wachsender Begeisterung gelesen. Mag ja sein, das mit dem kleinen Licht, und ein wenig ärmlich wirkt ja auch, wenn und solange es nur mein Schatten sein sollte, der sich hier erhellen und zum Werfen animieren ließe. Und doch hat es mich beeindruckt wie nur was. Das wollte ich dann wenigstens hinterlassen haben.</p>
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		<title>Kommentare von August Kotzebue zu Nebenbei erzählt</title>
		<link>http://rballutschinski.wordpress.com/about/#comment-4</link>
		<dc:creator>August Kotzebue</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 01 Aug 2008 11:00:42 +0000</pubDate>
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		<description>Auf &quot;Fans&quot;, die bei jeder Niederlage den Wendehals raushängen lassen und nur in Glanzzeiten zur ihrer Nationalmannschaft halten, kann diese ganz sicher verzichten. Pervers wird es, wenn man dieses &quot;Fähnchen im Wind-Verhalten&quot; auf andere Lebensbereiche überträgt.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Auf &#8222;Fans&#8220;, die bei jeder Niederlage den Wendehals raushängen lassen und nur in Glanzzeiten zur ihrer Nationalmannschaft halten, kann diese ganz sicher verzichten. Pervers wird es, wenn man dieses &#8222;Fähnchen im Wind-Verhalten&#8220; auf andere Lebensbereiche überträgt.</p>
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		<title>Kommentare von Mattes zu Nebenbei erzählt</title>
		<link>http://rballutschinski.wordpress.com/about/#comment-2</link>
		<dc:creator>Mattes</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 20 Jun 2008 15:22:28 +0000</pubDate>
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		<description>Sehr nachvollziehbar geschrieben. Ich erinnere mich kaum an die 78er-WM, weil wir in der Zeit nach Berlin umzogen und ich mehr mit dem Umzug und meiner Pubertät zu tun hatte. Bereits bei der WM 1974 fand ich die langhaarigen Südamerikaner deutlich cooler, als die Deutschen. Und 1978 habe ich - Schande über mich - zu Cruyff &amp; Co. gehalten, weil ich einerseits die Cruyff&#039;sche Arroganz endgeil fand und von den Argentinieren so enttäuscht war. Jedenfalls habe ich auch in diesem Turnier nicht sonderlich auf die deutsche Mannschaft geachtet, es war mir nicht wichtig genug.

Erst mit der EM 1980 entdeckte ich meine nationale Ader, nur um sie 1982 natürlich auch zu verlieren. Ich war knapp 17, sehr für Gerechtigkeit zu haben und die Schande von Gijon trieb mir die Tränen vor Wut ins Gesicht. Ich hasste die deutsche Mannschaft dafür und nach Schumachers Foul an Battiston war alles vorbei. Ich bejubelte Italiens Siegeszug nach blamabler Vorrunde und schließlich den großartigen 3:1-Erfolg gegen Deutschland im Finale. Es gab doch noch Gerechtigkeit. 1 Jahr später brachte Zappa die LP &quot;The Man From Utopia&quot; raus und auf der Rückseite prangte: &quot;3:1  Ma Vaffanculo!&quot;. Sehr schön.

Die Verletzung hielt lange an, die deutsche Nationalmannschaft interessierte mich nur noch verlierenderweise. 1984 liebte ich die Franzosen und empfand es als späte Rache für Battiston, dass wir verkackten. 1986 verlor ich spätestens im Halbfinale das ohnehin geringe Interesse, weil der Fußballgott uns ausgerechnet Frankreich rausschmeißen ließ. 1988 konnte ich dank Beckenbauer wieder eine gewisse Leidenschaft entdecken, die sich steigerte, als Koeman sich mit Thons Trikot den Hintern abwischte. Insofern verdanke ich den Holländern mein wiederentdecktes Natinalbewusstsein als Fußballfan.

Allerdings muss auch für mich die deutsche Mannschaft linken Fußball spielen, der Schönheit des Spiels verpflichtet. Ich habe nichts gegen die sogenannten deutschen Tugenden, aber sie müssen sich verbinden mit Lust und Leidenschaft, mit Spielwitz und Torhunger. Als ich 1990 begann, mich mit der Mannschaft anzufreunden, aber eher weil die anderen so scheiße waren und Matthäus gegen Jugoslawien und Klinsmann gegen Holland Spiele im Alleingang gewannen, konnte ich mich mit dem Titel doch nicht anfreunden, weil wir nicht mit großer Geste, sondern &quot;typisch deutsch&quot; und mit einem ungerechtfertigten Elfmeter gewannen. Das war noch nicht das Wahre. Und daher war ich bei der EM 1992 auch eindeutig für die Dänen und bejubelte deren 2:0 im Endspiel gegen uns.

Dennoch hatte ich mich auf die WM 1994 gefreut und war bereit, mich auf Deutschland einzulassen. Aber was war das für eine Grotte und wie einerseits peinlich, andererseits befreiend war der Umstand, dass Bulgarien uns im Achtelfinale killte. Dennoch reichte das nicht, um wieder unversöhnlich zu werden, natürlich nicht. Wir hatten zwar scheiße gespielt, aber wenigstens niemanden betrogen. Insofern war ich trotz Vogts 1996 für Deutschland und jubelte mich durch die EM. Das war kein großer Fußball, aber die Spielertype Sammer konnte mich überzeugen und schließlich war es auch mal wieder Zeit! 

Der Rückschlag 1998 brachte wieder einige Zeit Abstand zwischen mich und die Nationalmannnschaft: Sammer nicht mehr dabei, Vogts noch immer scheiße und ausgerechnet Kroation knallt uns mit 3:0 aus dem Turnier, wobei das noch unser bestes Spiel war. Das Beste an dieser WM war Frankreich und sein berauschendes Fest bis hin ins krönende Endspiel. Super! Und gut, dass man noch nicht wusste, dass 2000 ein Tiefpunkt sein würde. Dabei war es weniger das Ausscheiden in der Vorrunde, als die Art und Weise, wie man spielte. Mir kam es so vor, als wischte sich hier die ganze Mannschaft kollektiv den Arsch mit dem Trikot ab. Wieder einmal empfand ich diese lustlos und arrogant wirkenden Fatzkes als unwürdig, für Deutschland spielen zu dürfen.

2002 ist es wohl allen so gegangen, dass man den Rumpelfußballern den GAU prophezeite. Tatsächlich war ich im Endspiel sogar glühend für Deutschland, obwohl wir das ja nach der Vorrunde, wie Griechenland bei der letzten EM erreichten. Ohne Kahn wäre das nie gegangen. Aber im Endpiel selbst liefen wir zu großer Form auf und verloren unglücklich, Kahn gemessen an der Fallhöhe nahezu tragisch. Aber das machte uns sympathisch und man konnte bei der EM 2004 für Deutschland sein... Was für ein Fehler!

Alles schien immer so weiter zu gehen. Die letzten Zuckungen der großen deutschen Fußballmannschaften hatte ich 1972 und 1974 kaum richtig oder gar nicht bewusst mitbekommen und ich würde wohl kein heißes Herz für das Nationalteam mehr bekommen können. So tief saß auch der Stachel von 1982 noch immer im jugendlich geprägten Herzen, ohne die Unterstützung alkoholischer Aufputschmittel schien ich mich nicht mehr vorbehaltlos anfreunden zu können. Und dann kam Klinsmann, der Rest ist bekannt. Nach wie vor finde ich es unwesentlich, dass wir 2006 nicht Weltmeister geworden sind, Weltmeister der Herzen waren und sind wir ganz sicher und eine Zeitenwende war es auch.

Vielleicht habe ich daher die jetzigen EM-Spiele gegen Kroatien (obwohl das auch objektiv ganz schlimm war) und Österreich so besonders negativ gesehen, weil ich nicht nur die Leistungsverweigerung wie vor Klinsmann empfand, sondern auch fürchtete, der Offensivdrang wäre schon wieder Geschichte. Das 3:2 gegen Portugal versöhnte aber wieder vollends und zwar ausdrücklich nicht wegen des Ergebnisses. Wir hätten genau so gut verlieren können, aber das ist weniger wichtig, als die Art des Spiels.

Du siehst, deine Nebenbei-Notiz hat mich das alles noch einmal durchleben lassen. Fazit also: Sehr inspirierend!</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Sehr nachvollziehbar geschrieben. Ich erinnere mich kaum an die 78er-WM, weil wir in der Zeit nach Berlin umzogen und ich mehr mit dem Umzug und meiner Pubertät zu tun hatte. Bereits bei der WM 1974 fand ich die langhaarigen Südamerikaner deutlich cooler, als die Deutschen. Und 1978 habe ich &#8211; Schande über mich &#8211; zu Cruyff &amp; Co. gehalten, weil ich einerseits die Cruyff&#8217;sche Arroganz endgeil fand und von den Argentinieren so enttäuscht war. Jedenfalls habe ich auch in diesem Turnier nicht sonderlich auf die deutsche Mannschaft geachtet, es war mir nicht wichtig genug.</p>
<p>Erst mit der EM 1980 entdeckte ich meine nationale Ader, nur um sie 1982 natürlich auch zu verlieren. Ich war knapp 17, sehr für Gerechtigkeit zu haben und die Schande von Gijon trieb mir die Tränen vor Wut ins Gesicht. Ich hasste die deutsche Mannschaft dafür und nach Schumachers Foul an Battiston war alles vorbei. Ich bejubelte Italiens Siegeszug nach blamabler Vorrunde und schließlich den großartigen 3:1-Erfolg gegen Deutschland im Finale. Es gab doch noch Gerechtigkeit. 1 Jahr später brachte Zappa die LP &#8222;The Man From Utopia&#8220; raus und auf der Rückseite prangte: &#8222;3:1  Ma Vaffanculo!&#8220;. Sehr schön.</p>
<p>Die Verletzung hielt lange an, die deutsche Nationalmannschaft interessierte mich nur noch verlierenderweise. 1984 liebte ich die Franzosen und empfand es als späte Rache für Battiston, dass wir verkackten. 1986 verlor ich spätestens im Halbfinale das ohnehin geringe Interesse, weil der Fußballgott uns ausgerechnet Frankreich rausschmeißen ließ. 1988 konnte ich dank Beckenbauer wieder eine gewisse Leidenschaft entdecken, die sich steigerte, als Koeman sich mit Thons Trikot den Hintern abwischte. Insofern verdanke ich den Holländern mein wiederentdecktes Natinalbewusstsein als Fußballfan.</p>
<p>Allerdings muss auch für mich die deutsche Mannschaft linken Fußball spielen, der Schönheit des Spiels verpflichtet. Ich habe nichts gegen die sogenannten deutschen Tugenden, aber sie müssen sich verbinden mit Lust und Leidenschaft, mit Spielwitz und Torhunger. Als ich 1990 begann, mich mit der Mannschaft anzufreunden, aber eher weil die anderen so scheiße waren und Matthäus gegen Jugoslawien und Klinsmann gegen Holland Spiele im Alleingang gewannen, konnte ich mich mit dem Titel doch nicht anfreunden, weil wir nicht mit großer Geste, sondern &#8222;typisch deutsch&#8220; und mit einem ungerechtfertigten Elfmeter gewannen. Das war noch nicht das Wahre. Und daher war ich bei der EM 1992 auch eindeutig für die Dänen und bejubelte deren 2:0 im Endspiel gegen uns.</p>
<p>Dennoch hatte ich mich auf die WM 1994 gefreut und war bereit, mich auf Deutschland einzulassen. Aber was war das für eine Grotte und wie einerseits peinlich, andererseits befreiend war der Umstand, dass Bulgarien uns im Achtelfinale killte. Dennoch reichte das nicht, um wieder unversöhnlich zu werden, natürlich nicht. Wir hatten zwar scheiße gespielt, aber wenigstens niemanden betrogen. Insofern war ich trotz Vogts 1996 für Deutschland und jubelte mich durch die EM. Das war kein großer Fußball, aber die Spielertype Sammer konnte mich überzeugen und schließlich war es auch mal wieder Zeit! </p>
<p>Der Rückschlag 1998 brachte wieder einige Zeit Abstand zwischen mich und die Nationalmannnschaft: Sammer nicht mehr dabei, Vogts noch immer scheiße und ausgerechnet Kroation knallt uns mit 3:0 aus dem Turnier, wobei das noch unser bestes Spiel war. Das Beste an dieser WM war Frankreich und sein berauschendes Fest bis hin ins krönende Endspiel. Super! Und gut, dass man noch nicht wusste, dass 2000 ein Tiefpunkt sein würde. Dabei war es weniger das Ausscheiden in der Vorrunde, als die Art und Weise, wie man spielte. Mir kam es so vor, als wischte sich hier die ganze Mannschaft kollektiv den Arsch mit dem Trikot ab. Wieder einmal empfand ich diese lustlos und arrogant wirkenden Fatzkes als unwürdig, für Deutschland spielen zu dürfen.</p>
<p>2002 ist es wohl allen so gegangen, dass man den Rumpelfußballern den GAU prophezeite. Tatsächlich war ich im Endspiel sogar glühend für Deutschland, obwohl wir das ja nach der Vorrunde, wie Griechenland bei der letzten EM erreichten. Ohne Kahn wäre das nie gegangen. Aber im Endpiel selbst liefen wir zu großer Form auf und verloren unglücklich, Kahn gemessen an der Fallhöhe nahezu tragisch. Aber das machte uns sympathisch und man konnte bei der EM 2004 für Deutschland sein&#8230; Was für ein Fehler!</p>
<p>Alles schien immer so weiter zu gehen. Die letzten Zuckungen der großen deutschen Fußballmannschaften hatte ich 1972 und 1974 kaum richtig oder gar nicht bewusst mitbekommen und ich würde wohl kein heißes Herz für das Nationalteam mehr bekommen können. So tief saß auch der Stachel von 1982 noch immer im jugendlich geprägten Herzen, ohne die Unterstützung alkoholischer Aufputschmittel schien ich mich nicht mehr vorbehaltlos anfreunden zu können. Und dann kam Klinsmann, der Rest ist bekannt. Nach wie vor finde ich es unwesentlich, dass wir 2006 nicht Weltmeister geworden sind, Weltmeister der Herzen waren und sind wir ganz sicher und eine Zeitenwende war es auch.</p>
<p>Vielleicht habe ich daher die jetzigen EM-Spiele gegen Kroatien (obwohl das auch objektiv ganz schlimm war) und Österreich so besonders negativ gesehen, weil ich nicht nur die Leistungsverweigerung wie vor Klinsmann empfand, sondern auch fürchtete, der Offensivdrang wäre schon wieder Geschichte. Das 3:2 gegen Portugal versöhnte aber wieder vollends und zwar ausdrücklich nicht wegen des Ergebnisses. Wir hätten genau so gut verlieren können, aber das ist weniger wichtig, als die Art des Spiels.</p>
<p>Du siehst, deine Nebenbei-Notiz hat mich das alles noch einmal durchleben lassen. Fazit also: Sehr inspirierend!</p>
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