April – Der Monat der Katastrophen und Weltuntergänge

April

Apophis, das schwarze Loch von CERN und auftauendes sibirisches Schelfeis!

Katastrophen allerorten und keine Aprilscherze. Katastrophen? Nein, Menetekel. Ankündigungen des Weltunterganges. Eigentlich lächerlich. Der Weltuntergang wird ständig von irgendwem oder irgendwas verkündet. Doch mir scheint, die Einschläge häufen sich und die Kassandras werden besser. Naja ob die Schweizer CERN Forscher tatsächlich in Gefahr laufen ein Minikleines schwarzes Loch zu erschaffen, dass sich dann zu einem veritablen Erball verschluckenden Stecknadelkopf großen Lochdingsbums mausert und uns alle wie Spaghetti in die Genfer CERN-Röhre reinsaugt, das halte ich – ohne den leisesten Schimmer einer Ahnung zu haben – doch für arg weit hergeholt, weil es in der Bild stand.

Obwohl es durchaus ein Witz wäre wenn der Forschungsdrang der Menschheit den Erball in der schlichten Schweiz verschluckt. Ohne Bumms, Krach, atomaren Feuers oder Killerasteroiden, nein, ein schlichter schwarzer Schluckauf, ein physikalischer Rülpser macht dem Experiment Mensch ein Ende.

Bei den anderen Geschichten wird mir schon schlechter und ich fürchte mehr und mehr um meine Rente. Als ich klein war, gab es die rote Knopf Bedrohung. Technisches Versagen oder aggressives Männchenverhalten, dass in einem schwachen Moment den Druck auf den roten Knopf durchführt und die Welt mit tausenden Marschflugkörpern atomisiert. Als Mitteleuropäer lernte ich sehr schnell, dass wir keine Chance in diesem Falle haben werden.

Da es hieß, dass wir die Erde zigtausendmal zerstören könnten, vermutete ich – ohne eine Ahnung zu haben – dass einer dieser Raketen mir schon auf den Kopf fallen werde und das Ende ganz fix kommen werde. Quasi schmerzlos. Das erschien mir so schrecklich wie aus versehen und unverhofft von einem LKW überrollt zu werden. Bedrohlich, ja auch ärgerlich, aber von einem Dreizehnjährigen nicht zu ändern. Ich hatte und habe mehr Angst davor, in solcherlei Händel zu geraten, dass man mich zwingt, auf den Bordstein zu beißen und dann mit einem Springerstiefel auf meinen Kopf tritt. Das ist eine furchtbare Vorstellung für mich und natürlich versuche ich solchen Gesellen aus dem Weg zu gehen, die solches im Sinn haben könnten.

Nur kommt da jetzt dieser Apophis herangebraust und das methanhaltige Schelfeis taut in Sibirien auf und damit wächst die Wahrscheinlichkeit, von verrohten Gesellen gequält zu werden ganz außerordentlich. Denn wenn Apophis 2029 den Schlag bekommt, der ausreicht ihn 2036 auf die Erde knallen zu lassen, dann wünsche ich den Erdenbürgern viel Erfolg und Gelassenheit bei ihren letzten sieben Jahren. Das gleiche gilt für das Schelfeis: Das wird wahrscheinlich nicht nur für ein erhitztes Klima sorgen.

Ach ja, die Russen fördern auch nicht mehr Öl sondern weniger und die Chinesen wollen in den nächsten Jahren die Zahl ihrer zugelassenen Autos verdoppeln. Hurra! Noch ist Haiti ja weit weg und die Schießereien nur zweidimensionale Bilder in Raumton, aber bald ist Haiti ja vielleicht in Rotterdam, weil die Holländer gespült werden, wenn das Schelfeis taut und dann fürchte ich kriege ich doch noch was auf die Fresse.

Zum Glück ist bald Mai. Der macht ja bekanntlich alles neu. Allerdings, war da nicht Ende Mai der Weltuntergang?

Schönen guten Abend wünscht

Ruben Ballutschinski

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